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Neuss: Hotels, Unterkünfte sowie weitere Gastgeber

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Neuss
In den letzten Tagen des 2. Weltkrieges wurde das Altstadtviertel zwischen Brückstraße und Hymgasse durch Bomben fast gänzlich zerstört. Nach Einebnung des Areals entstand in den Nachkriegsjahren hier der zentrale Omnibusbahnhof.
Im Vorfeld einer Neubebauung wird die Fläche des ehemaligen Altstadtquartiers seit März 2002 von einem Team unter Leitung von Sabine Sauer archäologisch untersucht.
Zunächst konnten Zeugnisse aus dem letzten Krieg großflächig aufgedeckt werden. So liegt parallel zur Hymgasse am Rand der Grabungsfläche ein lang gestrecktes Bunkersystem, ein 22 Meter langer doppelter Panzergraben mit beidseitigen Druckluftschleusen. Mit Schrott verfüllte Bombenkrater und der Fund einer intakten englischen Fliegerbombe zeugen von der letzten alliierten Angriffswelle.

Das bisherige Fundmaterial zeigt schon einige ausstellungswürdige Besonderheiten. So fanden sich unter den hochmittelalterlichen Keramiken des 10./11. Jahrhunderts auch einige Stücke mit einer opaken, gelben Glasur, die für diese frühe Zeitstellung außergewöhnlich ist. Hier handelt es sich um hochwertige Importe aus dem maasländischen Andenne.
Aus dem Hochmittelalter und Spätmittelalter liegt ein Sortiment von Spinnwirteln vor. Diese platt gedrückten, durchlochten Kugeln wurden auf einen Stab gesteckt und unter kreisenden Bewegungen zum Spinnen von Flachs und Wolle benutzt.
Ebenfalls der Textilverarbeitung zuzuordnen ist ein runder, einseitig abgeflachter Brocken aus Glasfluss aus dem 11. Jahrhundert. Mit solchen Glättsteinen wurde die Oberfläche von Textilien nach dem Weben geglättet.
Unter einer Glutglocke aus dem 12. Jahrhundert wurde über Nacht die Herdglut geschützt.
Eine Besonderheit sind die Bruchstücke von einem Pilgerhorn, auch Aachhorn genannt, aus dem späten Mittelalter. Wenn am Ziel der Pilgerfahrt die heiligen Reliquien dem Volk gezeigt wurden, bedankten sich die Pilger mit einem ohrenbetäubenden Lärm, indem sie mit Keramikhörnern tröteten.
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